Organspende



Bei diesem Thema könnten die Menschen nicht unterschiedlicher Meinung sein. Es gibt auch nur zwei Extremen: spenden und nicht spenden. Natürlich hat man die Möglichkeit bestimmte Organe nicht zu spenden.
Ich habe ein paar Diskussionen online verfolgt (überwiegend auf der Erdbeerlounge) und leider musste ich feststellen, dass die Nichtsspender wenig toleriert werden. Man rettet ja leben, wenn man tot ist - was könnte es besseres geben?!
Eine Organentnahme ist nach der Feststellung des Hirntods möglich. Doch ist man bei einem Hirntod tatsächlich tot? Das ist umstritten. Auf der einen Seite ist das Gehirn etwas, was unsere Persönlichkeit  ausmacht. Auf der anderen Seite kann auch ein Hirntoter krank werden, sich bewegen und sogar ein Kind zur Welt bringen (siehe Erlanger Baby). Und spüren Hirntote überhaupt schmerzen? (Das ist eine Frage, auf die es nie eine Antwort geben wird, weil ein Hirntoter nicht erwachen und uns davon berichten wird. Wir können es nur vermuten aber nicht wissen.) Ich will mich nicht zu sehr in dieses Thema vertiefen. Fakt ist, dass der Hirntod umstritten und die Grenze genauso wie bei der Abtreibung willkürlich gesetzt wurde.
Das Totschlagargument der Befürworter ist 'Ich helfe Menschen auch nach meinem Tod!'. Man muss hier aber bedenken, dass bei dem Empfänger die Lebensqualität sinken könnte (zum Beispiel durch die Medikamenteneinnahme). Natürlich könnte er aber auch an Lebensqualität gewinnen.
Außerdem frage ich mich, ob man sich dadurch nicht einfach ein reines Gewissen erkaufen möchte, weil man während seiner Lebenszeit sich kein bisschen um die Menschen, Tiere und Umwelt gekümmert hat. (Und nein, dass ist keine Unterstellung, sondern meine Vermutung, die nicht auf jeden Spender zu treffen muss.)
Hin zu kommen noch die ganzen Skandale (Hirntod ist festgestellt worden, obwohl es keinen gab, Manipulation der Daten, etc.), die eine ziemlich abschreckende Wirkung haben.
Ich persönlich finde das Gefühl nicht als Mensch, sondern als Ersatzteil betrachtet zu werden am schlimmsten. Ich möchte auch nicht, dass man auf meinen Tod wartet, um ein anderes Leben zu retten - so bekomme ich das Gefühl, dass mein Leben weniger Wert ist als das des anderen.
Überdies gefällt mit die Meinung der freiwilligen Spender nicht. Zu mindestens die, die in den online Diskussionen vermittelt wird. Es ist so, als ob eine freiwillige Organspende eine Pflicht ist. Diese Erwartungshaltung widert mich richtig an. Eine Spende ist ein Geschenk - und niemand sollte dazu gezwungen werden!


Hier hat man übrigens die Möglichkeit, problemlos und schnell sich einen Organspendeausweis zu machen und auszudrucken.
Ich habe jetzt einen, auf dem drauf steht, dass ich nicht spende. (Im falle meines Hirntodes sollen nicht meine Verwandet diese schwierige Entscheidung für mich treffen.) Und du?

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31 Responses to Organspende

  1. Ich finde es ist auf jeden Fall eine Überlegung wert. Es ist doch schön zu wissen, dass man Menschen retten kann nach seinem Dahinscheiden.Finde es gut, dass Du es zur Sprache bringst.

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  2. Ich bin genau deiner Meinung. Als ich mich für die Organspende entschieden hatte, habe ich mich in der Richtung auch mal schlau gemacht. Und das mit dem Hirntod schreckt mich unglaublich ab. Ich habe es bis heute nicht geschafft, mir einen Spendenausweis anzuschaffen.. Natürlich ist es eine gute Sachen, den Menschen zu helfen, wenn man selbst die Organe nicht mehr braucht. Aber auch denke ich, dass sich bestimmt Ärzte auch teilweise weniger bemühen jemanden, der für eine Spende in Frage kommt, zu retten. Ist keine Unterstellung, aber eine Vermutung.. Ich weiß selbst, dass es egoistisch klingen mag für Leute, die auf jedenfall spenden wollen, aber ich mache mir große Sorgen, für tot erklärt zu werden, obwohl ich es nicht bin. Wie oft wurden Leute schon für tot erklärt und sind wieder aufgewacht? Für mich ein schwieriges Thema. Ich find's gut, dass du dich damit auf deinem Blog auseinandersetzt :)

    Liebste Grüße!
    Bine

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    1. Oh ja! Es wäre so schlimm zu leben und dann getötet zu werden, nur weil einer denkt, dass man schon tot ist und weil jemand die Organe braucht!

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  3. Schwieriges Thema zum Kaffeeklatsch - find ich klasse!

    Also ich persönlich glaube nicht, dass Ärzte einen absichtlich sterben lassen würden, bzw. dich einfach so mal für hirntot erklären würde, um an deine fröhlich frischen Organe zu kommen. Und wenn, dann sind das Ausnahmen, die ich mit einem Organspendeausweis in Kauf nehme ;)

    Deine Theorie mit dem "reinen Gewissen" find ich etwas weit hergeholt, aber es soll ja alles geben. Und selbst wenn, why not? Dann sind sie eh tot, is doch egal, ob mit gutem oder schlechtem Gewissen, interessiert danach doch keine Sau mehr :) (ich denke grade dabei an sehr fiese Mafiabosse XD)
    Und in ihrem tiefsten Inneren (vorsicht, es wir pathetisch)wissen sie ja auch, dass mit einer Organspende nach dem Tod auch nicht alles, was sie im Leben verbockt wurde, verziehen ist.



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    1. Ja, es sind nur Vorstellung, dass ICH diese Ausnahme bin macht mich verrückt.

      Mit der Organspende macht man auf jeden Fall nur einen Bruchteil wieder gut, wenn überhaupt :D

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  4. Sorry ich kam grad in so nem Fluss und habs einfach abgeschickt ohne drüber zu lesen. Ganz schön viele Fehler drin in Satzstellung etc. x)

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  5. Ich finde es echt gut, dass du so ein Thema hier ansprichst. Die meisten Blogs, die ich entdeckt habe, schreiben über Mode, Beautyprodukte usw.
    Mach weiter so!
    Liebe Grüße :)
    Dania

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  6. Finde es Klasse dass du das Thema hier ansprichst. Mein Freundes und Bekanntenkreis kann meine Ansicht leider absolut nicht nachvollziehen, beziehungsweise meine Ängste. Ich habe keinen Organspendeausweis und bin auch sehr sehr unsicher was das betrifft. Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, habe nebenbei unglaubliche Angst vor dem sterben, wenn dann noch jemand kommt "Hey, spende deine Organe doch nach dem Tod" bricht bei mir alles weg. Vielleicht komme ich irgendwann an den Punkt wo ich mir dessen sicher bin, momentan kann ich mich aber für sowas nicht entscheiden...

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  7. ich finde,man sollte es respektieren,wenn jemand nicht Organe spenden möchte. Allerdings würde ich es schon machen

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  8. mich kann man aushöhlen wie man will, aber meine haut möchte ich nicht spenden, das fände ich komisch...:/

    Elli
    http://tieftraeumer.wordpress.com

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  9. Ich bin für Organspenden. Aber nicht alles z.B. Meine Haut und meine Augen

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  10. coole idee solche themen zu besprechen :) ich bin für organspende, könnte es aber selbst nciht machen :)
    www.annpiraprez.com

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    1. Du würdest also gern Organe von Anderen nehmen um dein Leben zu retten, selbst aber nicht spenden? Wow...

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    2. Das ist das gute an unserem jetzigen System, es ist nicht 'wie du mir, so ich dir' :D
      Aber ich verstehe dich - ein bisschen unlogisch ist es schon ôo

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  11. Organspende ist wichtig, und bevor man sagt "ICH MACHE ES NICHT!" sollte man sich gut mit dem Thema auseinander gesetzt haben.
    Finde es gut das du es hier so ansprichst!

    http://fashionkreiss.blogspot.de/

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  12. sehr gut, dass du das Thema hier ansprichst!

    http://page7hundred.blogspot.de/

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  13. Ich habe auch schon oft darüber nachgedacht und immer wieder komme ich zu dem Entschluss das ich es nicht machen werde, wobei ich die Sache ansich schon gut finde.

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  14. Schwieriges aber auch sehr interssantes Thema was du hier ansprichst, ich habe mich auch schon einige Male damit beschäftigt, da ich viele kenne die einen Organspendeausweis haben. Ich sehe es jodoch ähnlich wie du und vorallem schreckt mich wie die meisten anderen die Vorstellung ab, dass vielleicht gar kein Hirntod vorliegt und man nur als schneller Spender gebraucht wird. Daher tendiere ich momentan auch zum nicht spenden, auch wenn das für überzeugt Spender womöglich egoistisch klingen mag.

    Liebste Grüße

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  15. Bin ebenfalls deiner Meinung, es ist augfjedenfall eine Überlegung wert!

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  16. Ich finde es ist ein schwieriges Thema aber aufjeden Fall eine Überlegung wert. 2 meiner Freundinnen besitzen bereits so einen Pass dass sie Organe spenden werde!
    lg Katharina
    http://ilyaquelaveritequiblesse.blogspot.de/

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  17. Ich habe auch einen Pass, aber möchte nur bestimmte Organe spenden :)
    Finde es aber am wichtigsten, dass jeder sich mal mit dem Thema auseinandersetzt und eine gut überlegte Entscheidung trifft, würde nie jemanden vorwerfen, dass es doof ist nicht zu spenden ;)

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  18. Da mach ich mir auch gerade meine GEdanken zu! Toller Post!
    LG
    Anke

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  19. Das ist wirklich ein schwieriges Thema, mit dem man sich auseinander setzen sollte, und auch eins, bei dem man die Entscheidung nur alleine fällen kann.

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  20. Ich respektiere jede andere Meinung, aber ich bin definitiv für Organspende! Viele meiner Freunde und Verwandten haben einen Organspendeausweis, aber wie schon viele gesagt haben - es sollte jeder selbst entscheiden können, für was er sich entscheidet!

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  21. Für mich gibt es ehrlich gesagt keinen plausiblen Grund, seine Organe nach dem Tod nicht zu Vefügung zu stellen. Natürlich kann ich die gegenteilige Meinung akzeptieren, verstehen allerdings nicht. Das Argument zum Beispiel, die Ärzte würden sich nicht so gut um einen kümmern, wenn man einen Organspendeausweis hat. Hallo?! Diese Menschen haben einen Eid abgelegt, dass sie sich verpflichten Menschenleben zu retten... Die lassen einen doch nicht abnippeln, nur um dann die Organe zu transplantieren.
    Ich hab schon seit einigen Jahren einen Organspendeausweis und würde das auch denjenigen empfehlen, die nicht spenden wollen!!

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    1. Es gibt eben immer wieder Fälle, in denen das leider der Fall ist. Es gibt auch immer wieder Fälle, in denen ein Hirntod festgestellt worden ist, obwohl es gar keinen gab. Es sind Ausnahmen, ja. Aber ich will nicht die Ausnahme sein, die wegen der Organe ermordet wird :)
      Ein Organspendeausweis ist in meinen Augen Pflicht - egal was darauf steht. Hauptsache man nimmt die Entscheidung den Familienmitgliedern ab!

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  22. sehr cool
    ich hab auch einen ausweis
    liebe grüße

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  23. Sehr interessanter Beitrag! Und erstaunlicherweise wirklich ein sehr kontroverses Thema, auch wenn es irgendwie immer so dargestellt wird, als wäre man seltsam, wenn man seine Organe nach dem Tod NICHT spenden möchte. Bin in der Hinsicht auch zwigespalten, zum einen finde ich es richtig, zum anderen finde ich die Meinung von Menschen, die sich dagegen entscheiden, auch völlig in Ordnung.
    Ich wusste zB nicht das man einen Organspendeausweis auch haben sollte, wenn man seine Organe NICHT spenden möchte.

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  24. Ich selber bin noch keine Organspenderin,, spiele aber mit dem Gedanken, eine zu werden. Noch fühle ich mich nicht dazu breit - zu groß die Bedenken und die Unsicherheit.

    Schöner Post!

    Liebst,
    Rosalie.

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  25. organspende ist eine sehr gute sache - ich habe mich schon vor einiger zeit dafür entschieden, natürlich muss man sich ausreichend informieren, mit seinem arzt sprechen etc. Wahrscheinlich würde ich es niemandem empfehlen, jeder muss das für sich entscheiden. Danke für die Aufklärung und den Einblick (:
    Alles Liebe und bis bald,
    Neele von http://royalcoeur.blogspot.de/ ♥

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  26. Sehr spannendes Thema!
    Habe mir auch schon viele Gedanken darüber gemacht...

    LG Celly von I date books

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